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Nachdenkliches zum Advent

Wie oft sind die Winterabende im Advent lang. Was gibt es Wohltuenderes, dann im Kerzenschein mit einer Tasse heißen Apfeltee eine gute Weihnachtsgeschichte zu hören oder zu lesen? Einige* haben wir zum Teil von Gästen erhalten und geben sie gern an Sie weiter.

Erinnern Sie sich? Advent heißt Ankunft. Christus ist vor mehr als 2000 Jahren angekommen und hat die Welt verändert. Einige dieser Veränderungen mögen sich in diesen bewegenden Geschichten zum Advent niedergeschlagen haben.

Die Brücke

Die Brücke im Dorf spannte sich weit über das kleine Flüsschen, das die Häuser und ihre Bewohner in zwei Gruppen teilte. Das Jahr über war der Fluss, der unter der Brücke plätscherte, nur ein kleines Rinnsal, aber nach der Schneeschmelze im Frühjahr oder nach langen Regentagen im Herbst schwoll er an und die Brücke war dann die einzige Möglichkeit, einen Besuch auf der anderen Seite abzustatten.
Aber die Brücke war mehr als nur eine Verbindung zwischen den beiden Ufern. Sie bot eine herrliche Aussicht auf das Tal und Platz für eine kleine Unterhaltung; sie war Treffpunkt für Verliebte und Verkaufsfläche für fahrende Händler. Und - sie war ein Zeichen.
Die Legende erzählt, dass ursprünglich links und rechts vom Fluss zwei Bauernhöfe standen, die ihren Bewohnern nur wenig Erträge boten. Die Arbeit war schwer und das Land karg. Es blieb nur wenig Geld, um sich neue und praktische Geräte anzuschaffen, die die Arbeit erleichterten und Gelegenheit zu etwas Wohlstand boten. Immer wieder dachten beide Bauern darüber nach, auch eine Brücke zu bauen. Aber wenn schon das Geld für einen neuen Pflug oder für weiteres Vieh kaum reichte, blieb noch weniger für eine Brücke übrig.
Bis in einem Jahr eine große Trockenheit und damit Not über das Land einbrach. Der Fluss trocknete ganz aus. So kam es jedoch, dass die beiden Familien ohne Schwierigkeiten auf die andere Seite gelangen konnten - und sie halfen einander, wo sie konnten. Wenn der Bauer auf der linken Seite die Einsaat nicht mehr schaffte, kam ihm der Bauer der rechten Seite zur Hilfe. Und als die Kuh auf der rechten Seite kalben sollte, wusste der Bauer von der anderen Seite guten Rat und man wechselte sich in der Stallwache ab. Trotz der Trockenheit ging es am Ende des Jahres beiden Familien besser als jemals zuvor.
Im nächsten Jahr kam der Regen wieder - aber diesmal begannen beide, die Brücke über den Fluss zu bauen. Man hatte dafür kaum Geld und noch weniger Zeit. Aber die Erfahrung hatte sie gelehrt, dass man manchmal das Letzte, was man hat, in eine Brücke zueinander investieren sollte - weil Menschen, die füreinander da sind, einen größeren Reichtum darstellen als alle Geräte und Maschinen.

Bewegung im Bus

Es war wenige Tage vor Weihnachten, in San Francisco, und das Einkaufen im Stadtzentrum ging uns langsam auf die Nerven. Ich erinnere mich an die Menschenmassen, ungeduldig auf sich langsam bewegende Busse und Straßenbahnen wartend. Viele waren voll beladen mit Päckchen und Paketen, und es sah so aus, als ob sich mancher von uns sich fragte, ob die zahllosen Freunde und Verwandten überhaupt diese vielen Geschenke verdient hatten. Das war nicht der Weihnachtsgeist, mit dem ich aufgewachsen war.
Als ich mich dann buchstäblich die Stufen in eine überfüllte Straßenbahn hinaufgeschoben vorfand, war der Gedanke daran, jetzt noch den ganzen Weg nach Hause hier wie eine Sardine eingezwängt stehen zu müssen, mehr als ich meinte ertragen zu können. Was hätte ich um einen Sitzplatz gegeben!  Ich muss wohl irgendwie benebelt gewesen sein, bis ich bemerkte, dass nach und nach Menschen ausstiegen - es gab wieder Luft zum Atmen!
Dann sah ich etwas in meinem Augenwinkel. Ein kleiner Junge - wohl kaum mehr als 5 oder 6 Jahre alt - zupfte eine Frau am Ärmel und fragte: "Möchten Sie sitzen?" Still führte er sie zu dem naheliegendsten, freie Sitzplatz.  Dann zog er los, um die nächste müde Person zu finden. Sobald wieder ein begehrter Sitzplatz frei wurde, bewegte der Junge sich gewandt durch die Menge, auf der Suche nach einer weiteren, beladenen Frau.
Als ich schlussendlich sein Zupfen an meinem eigenen Ärmel verspürte, war ich völlig fasziniert von der Schönheit in den Augen dieses Jungen. Er nahm meine Hand und sagte: "Kommen Sie mit mir." Ich glaube sein Lächeln werde ich, solange ich lebe, nie vergessen.  Während ich glücklich meine schwere Paketlast auf dem Boden abstellte, wandte sich der kleine Sendbote der Liebe gleich um, dem nächsten zu helfen.
Wie immer hatten die Leute in der Straßenbahn bewusst jeden Blickkontakt vermieden, aber jetzt begannen Sie, schüchtern Blicke auszutauschen und zu lächeln. Ein Geschäftsmann bot seinem Sitznachbarn einen Teil seiner Zeitung an, drei Personen auf einmal bückten sich, um ein heruntergefallenes Geschenk aufzuheben. Und dann unterhielten sich die Menschen sogar. Der kleine Junge hatte etwas greifbar verändert; wir alle entspannten uns zu einem sanften Gefühl der Wärme und genossen tatsächlich die noch verbleibende Wegstrecke.
Ich bemerkte nicht, wann der Junge ausstieg. Er war einfach irgendwann nicht mehr da. Als ich an meiner Haltestelle ankam, schwebte ich förmlich aus der Straßenbahn, ich wünschte dem Fahrer Frohe Weihnachten und nahm die glitzernden Weihnachtslichter meiner Straße auf eine frische, neue Weise wahr. Oder vielleicht sah ich sie auf eine alte Weise, mit demselben offenen Erstaunen, das ich als 5- oder 6jährige empfunden hatte. Ich dachte: "Das also bedeutet es, wenn es heißt: Und ein kleines Kind wird sie führen..."

Unverdient

Ein Vater berichtet von einem Besuch kurz vor Weihnachten bei einer befreundeten, allerdings schwer kranken Frau: Als wir auf Weihnachten zu sprechen kamen, erzählte ich davon, dass wir in unserer Familie Kummer hatten, weil einer unserer Jungen ein Zeugnis nach Hause gebracht hatte, das weit unter seinen Fähigkeiten lag. Er war einfach faul gewesen. Und so hatte ich zu Bernhard gesagt: „Mit diesem Zeugnis hast du dich um die Erfüllung deines Weihnachtswunsches gebracht; denn ich kann deine Faulheit natürlich nicht mit einem besonders wertvollen Weihnachtsgeschenk belohnen. Du bekommst also das heiß ersehnte Fahrrad nicht.“
Als ich das der Kranken erzählte, sah sie mich groß an und sagte: „Wie, David, Du willst Bernhard zu Weihnachten bestrafen? Will uns denn das Weihnachtsfest nicht gerade klar machen, dass Gott uns ganz unverdient mit seiner Güte beschenkt hat, und soll sich diese unverdiente Güte Gottes nicht auch in den Geschenken widerspiegeln, die wir unseren Kindern geben? Bestrafe Deinen Jungen, wann und wie Du meinst, es tun zu müssen, aber nicht zu Weihnachten!“
Der Weihnachtsabend kam heran. Wir hatten unserem wenig fleißigen Jungen nur einige kleinere Gaben auf den Tisch gelegt. Unter seinen Weihnachtsteller hatte ich jedoch einen Zettel geschoben, auf dem stand: „Unverdienterweise ein Fahrrad, weil wir das Weihnachtsgeschenk unseres himmlischen Vaters auch nicht verdient haben!“
Nach der Familienfeier kam die Bescherung. Jedes von den Kindern ging an seinen Tisch. Bernhard sah sich seine Sachen an; aber nichts konnte ihn besonders fesseln. Man merkte es ihm an, dass das Hauptgeschenk fehlte. Ich sagte zu ihm: „Hast du nun alles gesehen?“
„Ja.,“ war die etwas stille Antwort Bernhards.
„Sieh dich doch noch einmal gründlich auf deinem Tisch um!“
Er warf einen Blick auf seine Sachen: „Ich habe alles gesehen.“
„Nun, dann hebe einmal deinen Weihnachtsteller hoch!“ Er tat es und fand den Zettel.
„Geh einen Augenblick in das Nebenzimmer und lies, was darauf steht.“ Ich ging langsam hinter ihm her. Ich sah, dass beim Lesen eine starke Bewegung durch ihn hindurchging. Er kam mir entgegen und sah mich strahlend an: „Vater!“
Er sagt nur das eine Wort, aber in diesem Wort lag die ganze Seligkeit seines Herzens. Er fiel mir um den Hals. Sein heißer Wunsch war erfüllt.

(Nachsatz: Das nächste Zeugnis war übrigens besser.)

Diese Geschichte lässt mich nachempfinden, wenn man sagt: Alles Wichtige im Leben ist geschenkt. Vielleicht nicht ohne Kosten für den Schenkenden, und dennoch: Geschenkt!

 

 

 

* Falls die hier wieder gegebenen Geschichten trotz sorgfältiger Recherche die Rechte Dritter verletzen sollten, bitten wir um Verzeihung, es ist nicht in böswilliger Absicht geschehen. Wir bitten um entsprechende Benachrichtigung. Der Beitrag wird dann umgehend gelöscht.

Lieber Leser, schicken Sie uns gern Ihre Lieblingsgeschichte zum Advent. Wir veröffentlichen sie gern. Bitte achten Sie jedoch darauf, dass es sich nicht um rechtlich geschützte Werke handelt. Vielen Dank!

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